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BLINDSIGHT
Produktionsnotizen

1. Teil: Genesis - 2. Teil: Produktion vor Ort - 3. Teil: Kamera und Material -
4. Teil: Drehen in gro├čer H├Âhenlage - 5. Teil: Hoffnungen der Filmemacher - 6. Teil: Der Titel


2. Teil:
PRODUKTION VOR ORT

Die Produktion wurde in zwei Abschnitte aufgeteilt: Zum Training im Mai 2004 geh├Ârte die Besteigung
einer senkrechten Felswand und ein Marsch ├╝ber einen 5000 Meter hohen Pass, der am Tsurpu-Kloster
begann. Zum zweiten Trainingsabschnitt von September bis November 2004 geh├Ârte die Reise ├╝ber die
tibetische Hochebene zu den D├Ârfern der ausgew├Ąhlten Kinder, darunter ein Trip von 1000 Kilometern
nach S├╝dchina im Flugzeug und noch zus├Ątzlich drei Tage im Kleinbus, um Tashis Familie in der Provinz
Sichuan ausfindig zu machen. Die Expedition auf den 7000 Meter hohen Lhakpa Ri wurde ebenfalls im
Herbst gedreht.

Als Ziel der Expedition nennt Sabriye Tenberken, "den Kindern Selbstvertrauen zu geben, damit sie in der
Lage sind, ihre Blindheit als Eigenschaft zu akzeptieren." Sie h├Ąlt es f├╝r richtig, dass die in den Bergen
gro├č gewordenen tibetischen Teenager die Berge auch mal richtig kennenlernen und sich mit ihrer Heimat
vertraut machen. Manchmal beschlich sie schon Angst beim Voranschreiten auf einem nur 50 Zentimeter
breiten Grat oder wenn sich die Gruppe der Blinden auf unbefestigten Pfaden mit zwei St├Âcken vorw├Ąrtstasten
musste, links und rechts einen gef├Ąhrlichen Abgrund. Auch die erbarmungslose K├Ąlte von bis zu minus 25
Grad machte allen zu schaffen.

Die Dreharbeiten waren f├╝r das Team kein Zuckerschlecken, sondern stellten eine Riesenanforderung dar.
"Charakteristisch ist, dass die chinesischen Beh├Ârden ├Ąu├čerst genau dar├╝ber wachen, was man dreht. Wenn
irgendeine Kleinigkeit auf der Drehliste fehlt, die vor der Ankunft in Peking best├Ątigt sein muss, hat man keine
Chance. Aufpasser ├╝berwachen jegliche Aktion. Auf der anderen Seite ist es ├╝berhaupt kein Problem, wenn
man sich beim Drehen an das h├Ąlt, was man vorher angegeben hat. Gl├╝cklicherweise kamen wir mit den
besten Absichten und mussten nur mit kleineren Schwierigkeiten k├Ąmpfen", so Produzentin Robson-Orr. Bei
den Dreharbeiten in S├╝dchina tauchte die Polizei von Sichuan auf und verbot das Filmen genau in dem
Moment, in dem Tashi seinem Vater nach ├╝ber neun Jahren erstmals wieder gegen├╝berstand. "Dieses
Zusammentreffen war ein wichtiger Moment in unserem Film, der sich vor unseren Augen abspielte und den
wir nicht wiederholen konnten. Gl├╝cklicherweise ist Petr Cikhart ein eiskalter und sehr erfahrener Profi, wenn
es darum geht, in kritischen Situationen den Kopf zu bewahren. Er lie├č sich deshalb durch den Druck nicht
aus der Fassung bringen. Wir mussten zwar letztendlich die Kamera abschalten, aber nicht bevor wir die zehn
bedeutsamsten Minuten des Wiedersehens im Kasten hatten." Die Polizei stellte alle Beteiligten unter eine Art
"Hausarrest" im Hotel in Luding, weil die Beamten annahmen, das Team sei auf etwas Politisches aus. Es
stellte sich dann heraus, dass die Dreherlaubnis aus Peking nur die Locations f├╝r Tibet enthielt, nicht die in
China. Gl├╝cklicherweise rief ein Verantwortlicher der Autonomen Region Tibet die Beh├Ârde in Luding an und
beruhigte die Gem├╝ter; so konnte am n├Ąchsten Tag die Arbeit weitergehen.

n├Ąchster Teil: Kamera und Material

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